Antonia Bruha, Sonja Spreng, Billie Rehwald

Ich war keine Heldin

Mit einem Vorwort von Dr. Brigitte Bailer

ca. 176 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
12 x 19 cm

Erscheint im März 2022


20,00 € (D) / 20,60 € (A) inkl. MwSt.
ISBN 978-3-95890-468-2

Eine »stille Nationalheldin« Österreichs
 
»Mein Mann hat alles verbrannt, alles weggeräumt, und ich habe mir nur immer gedacht, die werden mich doch nicht verhaften, die werden mich doch nicht verhaften mit dem Kind. Ich war damals trotz der illegalen Arbeit so naiv, dass ich geglaubt habe, die tun den Kindern nichts.«
Antonia Bruha
 
Antonia Bruha, als Sozialdemokratin und ab Ende der Dreißigerjahre im österreichischen Widerstand aktiv, wurde 1941 von der Gestapo verhaftet und später ins KZ Ravensbrück gebracht. Als sie, nach Kriegsende wieder in Wien, krank, elend und schlaflos, ihre Erinnerungen niederschrieb, war dies ein Versuch, die Gedanken an das Erlebte, an Todesangst, Grauen und Verzweiflung loszuwerden. An eine Veröffentlichung dachte sie damals nicht. Erst vierzig Jahre später erschien ihr erschütternder Bericht vom Überleben in den Gefängnissen und Konzentrationslagern der nationalsozialistischen Diktatur.
 
Bis zu ihrem Lebensende war es ihr ein Anliegen, vor allem die Jugend zum Nachdenken anzuregen: über Recht und Unrecht, Freiheit und Machtmissbrauch, Diktatur und Demokratie.
 
Ein Beitrag zur Geschichte unseres Jahrhunderts aus ganz persönlicher Sicht: Erinnerungen einer Wienerin, die sich 1938 dem Widerstand gegen den Nationalismus anschloss und dann vier Jahre, von 1941 bis 1945, in verschiedenen Wiener Gefängnissen und im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert war.
 
• Beeindruckendes Zeugnis einer Frau, deren innere Stärke und deren Wille zum Überleben und zur Solidarität mit anderen Menschen von den Nazis nicht gebrochen werden konnte
• Ein Leuchtturm lebenslangen antifaschistischen Engagements
• Die Grauen der Naziherrschaft: Hellwach und schmerzhaft anschaulich geschildert