Philip Birk

Operation Peruggia

Ein Tom-Grip-Thriller

Aus dem Schwedischen von Erik Gloßmann
376 Seiten
Klappenbroschur
13,7 × 21,7 cm
WG 1121

Erscheint im Februar 2019


15,00 € (D) / 15,50 € (A)
ISBN 978-3-95890-198-8

Vergessen Sie Kurt Wallander und Mikael Blomkvist – der neue Held im Schwedenkrimi heißt TOM GRIP!
 
Kopenhagen, im Juni 2016: In einem aufsehenerregenden Coup wird das teuerste Gemälde Dänemarks – »Interiør« von Vilhelm Hammershøi – aus dem Dänischen Nationalmuseum gestohlen. Eine Leihgabe von Brian Frost, dem »König« von Kopenhagens Unterwelt. Dieser beauftragt den international agierenden Kunstdieb Tom Grip, das Gemälde wiederzubeschaffen. Tom bleiben kaum mehr als 24 Stunden Zeit, um das Bild aufzuspüren. Denn das exklusive Werk ist mit einem Mechanismus gesichert, der es zerstört, sollte es nicht rechtzeitig zurückgehängt werden …
 
Für Tom Grip beginnt ein atemloser Wettlauf gegen die Zeit. Während ihn erste Spuren zu dem serbischen Mafiaboss Nebojša Savić führen, der in einem erbitterten Machtkampf mit Toms Auftraggeber steht, schaltet sich auch die dänische Polizei ein, bei der ein Beamter ein gefährliches Doppelspiel zu treiben scheint. Inmitten einer heißen Jagd, in der alle Beteiligten bis zum Äußersten gehen, taucht schließlich ein Name immer wieder auf: Jonathan Frost – Tom Grips bester Freund –, getötet bei einem letzten gemeinsamen Raubzug in Thailand.

Virtuos und geschmeidig erzählt: Philip Birk schickt den Leser auf ein rasantes Abenteuer zwischen elitärer Kunstszene und Mafia Milieu. In seiner schwedischen Heimat euphorisch gefeiert, offenbart Operation Peruggia den Autor als außergewöhnliche neue Stimme in der internationalen Krimiszene. Ein atemberaubendes Thriller-Debüt, das in Erinnerung bleiben wird.
 
• Fulminantes Debüt: Philip Birk ist die Neuentdeckung in der schwedischen Krimiszene
• Für die Fans von »Ocean’s Eleven« und »White Collar«
• Auftakt zur actiongeladenen Thriller-Reihe mit Kunstdieb Tom Grip
 
»Ein beeindruckendes, geschickt geschriebenes Thriller-Debüt, in dem jeder jeden täuscht«
DAGENS NYHETER
 
Der Shootingstar der schwedischen Krimiszene über den Protagonisten seiner Tom-Grip-Reihe

Philip, für den Auftakt zu deiner Thriller-Reihe hast du einen besonderen Charakter erschaffen. Wer ist Tom Grip?
Tom Grip ist ein Mann, der alles dafür tut, um diese Frage möglichst nicht beantworten zu können. Ein
pensionierter Kunstdieb, der die Spielregeln besser kennt als jeder andere: Ein Dieb braucht Freunde, um zu überleben. Nur nicht zu viele. Oder zu gute. Den einzigen richtigen Freund, den Tom je gehabt hatte, verlor er nach einem Einbruch in Thailand, bei dem alles schiefging. Das Letzte, was er nun will, ist, einem anderen Menschen näherzukommen. Mit Worten beschrieben oder fotografiert zu werden.
 
Warum? Weil Tom für den Tod von fünf Personen verantwortlich ist?
Das klingt in der Tat nicht besonders schmeichelhaft, aber wenn man sich auf Toms Geschichte einlässt, wird man gefesselt sein. Gewiss, er ist ein ironischer und boshafter Teufel – aber er ist auch der ehrlichste Dieb, den man sich vorstellen kann. Ein Charakter, der es liebt, seine Leser im Auge zu behalten, sie zu einem Teil der Erzählung zu machen. Ein schwedischer Rezensent schrieb über Tom: »Das ist persönlich und das ist ehrlich. Er schildert seine Geschichte auf intime Weise, als würde er sie mir im Kerzenlicht in einer schäbigen Bar irgendwo in einem Fischerdorf am Mittelmeer erzählen.« Tom Grip hätte diese Beschreibung geliebt: Er will nämlich, dass sich der Leser genauso fühlt. Denn wenn man ihn mag, vergisst man schnell, dass er eigentlich ein Dieb ist. Ein Mann, der fünf Leben auf dem Gewissen hat. Die Frage ist nur, ob der Leser das ausblenden kann, was Tom selbst nie verwunden hat: Der fünfte Tote war Jonathan Frost – Toms bester Freund.
 
Was inspirierte dich, diesen Charakter zu entwerfen?
Ich schuf Tom Grip, weil ich die vorherrschenden Muster verdammt satthatte. Heutzutage sieht der Aufbau eines schwedischen Krimis im Großen und Ganzen immer gleich aus: Müder Polizist kehrt in seinen Heimatort auf dem Lande zurück, um ein Verbrechen aufzuklären. Ich wollte einen Charakter kreieren, der nicht dem Stereotyp des Kriminalkommissars entspricht. Einen, der nicht alkoholisiert und geschieden ist und mit einem übertrieben destruktiven Verhalten ringt. Meine Hauptperson sollte raffinierter sein. Schlagfertig und intelligent, mit einem profunden Wissen über die Kunstwelt. Es wäre unmöglich, einen Polizisten mit all diesen Eigenschaften auszustatten, besonders unter dem Druck der Ermittlungen – also suchte ich lieber auf der anderen Seite des Gesetzes.

Warum ein Kunstdieb?
Wer ist besser geeignet, um nach einem verschwundenen Gemälde zu suchen, als ein Kunstdieb? Nicht nur, dass Tom Grip Experte für gestohlene Kunstwerke ist, er hat auch einen bedeutend größeren Spielraum, als ihn ein Kommissar je haben könnte. Bei seiner Jagd nach dem Bild muss Tom keine Rücksicht auf das Gesetz nehmen – das einzige Regelwerk, dem er folgt, ist sein eigener Ehrenkodex. Die Routine aus seiner Vergangenheit als Kunstdieb schadet da keineswegs. Tom weiß, was zu tun ist, falls jemand ihn beschattet, aber er kann auch einen echten Rembrandt von einer Fälschung unterscheiden. Er ist ganz einfach der richtige Mann für den Job.