Eva Sternheim-Peters

Habe ich denn allein gejubelt?

Eine Jugend im Nationalsozialismus

784 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag; mit zahlreichen Schwarz-Weiß- Abbildungen; 13,7 × 21,7 cm


24,99 € (D) / 25,70 € (A)
ISBN 978-3-95890-010-3 WG 1947

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»Ich bin nicht mitgelaufen. Ich bin begeistert mitgestürmt!«

Eva Sternheim-Peters ist 90 Jahre alt. Und ihr Lebensbericht ist für viele eine Zumutung. Was ihn so einmalig macht, ist seine verblüffende Ehrlichkeit: Sternheim-Peters schildert ihren glühenden Eifer als 15-jährige Jungmädelführerin. Ihren Trotz, mit dem sie noch 1945 den einrückenden GIs den Hitlergruß entgegenstreckt. Habe ich denn allein gejubelt? will weder rechtfertigen noch entschuldigen. Der Autorin geht es um die Auseinandersetzung mit der eigenen jugendlichen Begeisterung für ein mörderisches System.  
 
Es ist eine verstörende, unbequeme Lektüre. Eva Sternheim-Peters lässt ihr Aufwachsen in einem Umfeld lebendig werden, das Militär, Waffen oder Krieg keineswegs als schrecklich, sondern als normal empfindet. Sie beschreibt, mit welchen Mythen, Vorbildern und Ressentiments die kleine Eva aufwächst, dabei politische Schlagworte und Feindbilder verinnerlicht, bevor sie selbst überhaupt ein Verständnis der Welt erlangt hat. Der Zeitzeugin geht es weder um Apologetik noch um Revisionismus, sondern um Selbstkritik und auch Selbstironie. Sie schottet sich nicht ab mit der Einstellung: »Ihr wart nicht dabei, was wisst ihr schon?!« – Im Gegenteil: Ihre Erinnerungen sind eine Einladung, als wolle sie sagen: »Schaut, so habe ich es erlebt.« Ihren Lesern bietet sie die Möglichkeit, Einblicke zu erhalten, die man von den eigenen Eltern oder Großeltern häufig vermisst hat.   • Eine 90-jährige Zeitzeugin und ihr Versuch zu erklären, was wir bei den eigenen Eltern und Großeltern so schwer verstehen können • Für alle, die begreifen wollen, was die Machtübernahme in den Köpfen der Deutschen ermöglichte und warum der Nationalsozialismus auf diese massenhafte Zustimmung treffen konnte • Wer die eigenen Eltern oder Großeltern nicht mehr fragen kann. Wer sich fragt, wie er selbst wohl gehandelt hätte   »Kaum ein anderes Buch macht Betrug und Selbstbetrug der Mehrheit der Deutschen so deutlich wie dieses.«    Arno Widmann, Publizist, »Taz«  

 
 
Leseprobe unter tagesspiegel.de
 

Nach der Lektüre dieses Buches wird der Blick auf die NS-Zeit für immer verändert sein

 
»Es ist, glaube ich, äußerst wichtig, dass … die Zustimmung, Begeisterung und Hingabe, die offensichtlich so weit verbreitet waren, […] in plastisch geschriebenen Erfahrungsberichten von Zeitzeugen deutlich zum Ausdruck kommen.«      
Ian Kershaw in einem Brief an Eva Sternheim-Peters
 
 
»Eva Sternheim-Peters lässt sich eben nicht auf die weit verbreitete Neigung ein, das eigene Mittun im Dritten Reich als ein erzwungenes Verhalten oder als Resultat einer kaum noch zu erklärenden ›Verführung‹ durch eine kleine Machtclique hinzustellen […].« 
Arno Klönne, Verfasser des Standardwerks »Jugend im Dritten Reich«
 
 
»Ich finde es wichtig, dass Ihre Aufzeichnungen verfügbar sind, damit auch diese Seite des Miterlebens jener Jahre erinnert wird.«
Niklas Luhmann in einem Brief an Eva Sternheim-Peters
 
 
»Ich möchte mich recht herzlich bedanken für Ihr großartiges Buch; habe ich doch Jahrzehnte gewartet, dass jemand über diese schlimme Zeit kritisch schreibt. Ich bin hin und weg. Verschlinge jeden Satz und es ist, als hätte ich das alles gestern erlebt. Nein, Sie haben nicht allein gejubelt. Ich auch! Die Lehrerschaft und die Intellektuellen, die Pfarrer; sie haben alle gejubelt. Kein Wunder, nach der schlimmen Zeit, die sie ab 1914 erleben mussten.«      
Aus einem Leserbrief an Eva Sternheim-Peters
 
 
»Ich habe dieses außergewöhnliche Buch mit großem Interesse gelesen und hatte dabei immer wieder das dringende Bedürfnis, mit Ihnen zu sprechen.« 
Inge Aicher-Scholl, Schwester von Sophie und Hans Scholl in einem Brief an Eva Sternheim-Peters
 
 
»Ihr ›subjektives Geschichtsbuch‹ […] gehört leider zu jenen Büchern, deren geringer Bekanntheitsgrad in geradezu schändlichem Verhältnis steht zu ihrer überragenden Bedeutung ...«

Bruno Preisendörfer, »die horen«