Janice Jakait

Freut euch nicht zu spät

Warum das zweite Leben beginnt, wenn man begreift, dass man nur eines hat

224 Seiten, gebunden mit Folienumschlag, 12,0 × 19,0 cm


17,99 € (D) / 18,50 € (A)
ISBN 978-3-95890-024-0 WG 1930

Das neue Buch von SPIEGEL-Bestsellerautorin Janice Jakait

Wir leben, als wäre unsere Zeit auf diesem Planeten bloß eine Fingerübung, das Vorspiel, und das eigentliche, richtige Leben käme irgendwann später. Wir kreisen beständig in unseren Gedanken, trauern der Vergangenheit hinterher oder sorgen uns um die Zukunft. Angestrengt mit Selbstoptimierung beschäftigt, kommen wir überall hin, aber nirgends mehr an, können alles erreichen, aber nichts stellt uns mehr zufrieden. Wir sind überall, bloß nicht dort, wo das Leben tatsächlich stattfindet – in der Gegenwart.
 
Aufrüttelnd, leidenschaftlich und anhand ihrer eigenen Erfahrung nach ihrer lebensgefährlichen Atlantiküberquerung zeigt Janice Jakait, warum wir uns unserer Vergänglichkeit stellen müssen, um das ebenso schlichte wie magische Wunder des Augenblicks anzunehmen. Das zweite – das eigene! – Leben kann erst beginnen, wenn man zutiefst begreift, dass man nur eines hat.
 
Hört auf, das Leben zu verschieben – ihr habt kein anderes!
»Wenn vor zehn Milliarden Jahren auch nur ein einziges Photon einen einzigen Millimeter weiter rechts geflogen wäre, wären wir alle heute nicht hier. Wir sollten jeden Morgen voller Dankbarkeit über dieses unverschämte Glück und Geschenk des Lebens aus dem Bett springen. «
 
Janice Jakait und ihre große Reise nach innen
» Mein Bestseller Tosende Stille über meinen Rudertrip allein über den Ozean endete am Steg in Barbados. Und doch war dieses Abenteuer nur der Beginn meiner großen Reise. Das, was mir das Leben in den drei Jahren danach beigebracht hat, übertrifft alles, was ich auf den Weiten des Meeres erlebt habe.«
"Janice Jakait [...] zielt [...] so gekonnt auf die Herzen ihrer Leserinnen, dass man eine Warnung auf das Cover drucken sollte: 'Vorsicht: Dieses Buch verändert Ihr Leben!'" Anne Siegel, DONNA, Juli-Ausgabe 2016
• Das reflektiert-leidenschaftliche Pendant zu Bronnie Wares »5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen« • Fortsetzung von Janice Jakaits SPIEGEL-Bestseller Tosende Stille • Große Lese- und Veranstaltungstournee
Buchtrailer

»Zufriedenheit ist eine Frage der Einstellung, nicht der Umstände«

Sie haben ganz allein in einem Ruderboot den Atlantik überquert. Und doch schreiben Sie, dass das alltägliche Leben das größere Abenteuer bedeutet. Wie ist das zu verstehen?
Allein auf dem Ozean kann man frei und glücklich sein ... doch Glück ist nur echt, wenn es geteilt wird. Wir sind soziale Wesen. Im Miteinander und damit eben auch im Alltag gilt es, dem eigenen und dem Leben anderer einen Sinn zu geben. Dazu gehört es, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht in Träume oder ans Ende der Welt zu flüchten. Das größte Abenteuer war es, hier anzukommen, und davon handelt das Buch. Sie schreiben, dass wir zwar überall hinkommen, aber nirgendwo ankommen.
 
Was ist die Ursache für diese Unstetigkeit? Woher kommt unser ständiger Drang nach Selbstoptimierung?
Wir glauben irrtümlicherweise, dass wir erst jemand werden müssten, obgleich wir doch längst jemand sind, der wir aber nicht sein wollen – weil wir den anderen, die auch nicht sie selbst sein wollen, so nicht genügen. So leben wir das Leben der anderen, die auch kein eigenes Leben haben.
 
Gibt es einen Weg aus dieser Negativspirale? Können wir Freude lernen?
Freiheit und Zufriedenheit lassen sich nicht erzwingen. Unter Zwang entwickeln auch sie sich nur wieder zum Ziel in der Zukunft, zum Gefängnis neuer Gedanken und Erwartungen, in dem wir uns aussperren. Wir können lernen, dass die Ursachen für Unzufriedenheit und Unfreiheit genau darin begründet sind. Wir können den Blickwinkel ändern und Ziele nach und nach loslassen, um in der Gegenwart anzukommen. Zufriedenheit ist eine Frage der Einstellung, nicht der Umstände. Die Umstände ändern sich mit unserer Einstellung.
 
Haben Sie das Gefühl, dass wir uns als Gesellschaft ändern können? Oder nur jeder Einzelne für sich? Und wie könnte das gehen? Unbedingt! Nie haben mehr Menschen die Ideale der Gesellschaft intensiver hinterfragt als wir heute. Und nach und nach versteht auch der Letzte, dass aus einem Hamsterrad kein Karussell werden kann. Das eigene Leben zu leben beginnt nun mal bei jedem Einzelnen. Seid verrückt, seid unvernünftig – habt den Mut, euer eigenes Leben zu leben! Das zweite Leben beginnt, wenn man begreift, dass man nur eines hat.