FrancoisPoncet_TagebuchEinesGefangenen_72

Tagebuch eines Gefangenen

Erinnerungen eines Jahrhundertzeugen

29,99 €
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Geb. mit Schutzumschlag, 608 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, Format 13,7 x 21,7 cm

Art.-Nr.: 978-3-944305-85-1, WG 1941 Kategorie: auch als ebook erhältlich
Preis: 29,99 EUR € (D) / 30,90 € (A) / 40,90 CHF
Autor: André François-Poncet
Verlag: Europa Verlag

DER ZUSAMMENBRUCH DES DRITTEN REICHES PACKEND ERZÄHLT VON EINEM JAHRHUNDERTZEUGEN

27. August 1943: André François-Poncet sitzt mit seiner Familie unweit von Grenoble zu Tisch, als SS-Leute mit Maschinengewehr im Anschlag das Haus stürmen und ihn ohne Angabe von Gründen verhaften. Dieses Datum markiert den Beginn der wohl dunkelsten Zeit im Leben des erfolgsverwöhnten Botschafters, Schriftstellers und Humanisten André François-Poncet.

Eineinhalb lange Jahre verbringt der »hellsichtigste Beurteiler Nazi-Deutschlands« als sogenannter Ehrengefangener – so der zynische Begriff der Nazis – im mondänen Ifen Hotel im Kleinwalsertal. Dort teilen zwei Dutzend weitere Persönlichkeiten aus aller Herren Länder sein aberwitziges Schicksal: abgeschottet in einem entlegenen Hochgebirgstal und in ständiger unerträglicher Ungewissheit, ob sie den nächsten Tag noch erleben werden.

In seinem faszinierenden Tagebuch Carnets dun Captif (Tagebuch eines Gefangenen) hält der »Grandseigneur« der europäischen Diplomatie seine paradoxen wie erschreckenden und gegen Kriegsende höchst dramatischen Lebensumstände in einer scheinbaren »Gebirgsidylle« fest. Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes erscheint das Tagebuch François-Poncets nun erstmals in deutscher Sprache.

»Es zog mich gleichermaßen an, wie es mich abstieß.«
André François-Poncet über Deutschland

In seiner Gefangenschaft
analysiert André Francois-Poncet scharfsinnig Hitels „Mein Kampf”, beschreibt
literarisch das Leben im
abgeschiedenen Bergdorf im Kleinwalsertal. Früh und scharfsinnig hat
André Francois-Poncet erkannt, dass „die radikale Vernichtung
der Juden kein Nebenbereich der Hitler’schen Politik war, sondern in ihrem
Mittelpunkt stand.”
Die Rede vom Nichtwissen
gilt nicht: Wer wollte, konnte es wie André Francois-Poncet deutlich sehen:
„Die radikale Vernichtung der Juden war kein Nebenbereich der Hitler’schen
Politik, sondern stand in ihrem Mittelpunkt.”
Ernst A. Grandits, 3sat/ ORF, moderierte die Buchpremiere im Kleinwalsertal im Hotel IFEN am 6.5.2015)


Foto: rechts: Geneviève François-Poncet, mittig: Petra Kamman (Moderation), links: Thomas Gayda (Herausgeber)

Diese Bank ist der Erinnerung an Andrè François-Poncet gewidmet. Der französische Politiker, Diplomat und Schriftsteller wurde im Dritten Reich von der Gestapo in Grenoble festgenommen und am 24. November 1943 ins Kleine Walsertal gebracht, wo er bis zum 2. Mai 1945 im Ifen-Hotel als Geisel interniert war. In seinem Tagebuch „Carnets d’un Captif“ (“Tagebuch eines Gefangenen”), das er während dieser Zeit heimlich verfasst hat, vermerkte er am 13. Mai 1944:
„Wir verweilen auf einer Bank, oberhalb eines Wasserfalls gelegen, in einer Landschaft, die von einem Gartenbauarchitekten entworfen oder von einem Maler des 18. Jahrhunderts gemalt zu sein scheint.”
Text der Gedenktafel an Jean François-Poncet in der Gemeinde Mittelberg. Mehr dazu finden Sie hier.

“Klug, literarisch hoch gebildet, und mit nobler Distanz zu den Deutschen:  André François-Poncets Erinnerungen an die Zeit seiner relativ komfortablen Gefangenschaft bei den Nazis zwischen 1943 und 1945 sind zweifellos ein Sonderfall  – um nicht zu sagen Glücksfall. Wo sonst könnten wir an dem erzwungenen Müßiggang einer derart privilegierten Gesellschaft, in der  Sachverstand, Urteilsvermögen und Fehleinschätzungen der aktuellen Lage so dicht nebeneinander liegen, teilnehmen?”
Dr. Andreas Wang, NDR

Pressestimmen

Der Walser | 27.11.2015

‘Denkwürdiger Besuch der ‘Tochter des Gefangenen’ in Berlin’
DerWalser
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FeuilletonFrankfurt. Das Online-Magazin von Erhard Metz | 13.11.2015

Ein Besuch mit Geneviève François-Poncet in der französischen Botschaft
Mit einem Beitrag zum „Tagebuch eines Gefangenen” ihres Vaters André François-Poncet, ehemals Botschafter Frankreichs in Deutschland
von Erhard Metz

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parisberlinmag.com | Die deutsch-französische Meinungsplattform | 05.11.2015

“‘Tagebuch eines Gefangenen’, André François-Poncet en captivité”
von Séverine Mermilliod

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Vorarlberger Nachrichten | 03.10.2015

“Die geheuchelte Freiheit. Herausgeber Thomas Gayda macht dem Leser ein beeindruckendes Zeitzeugnis zugänglich.”
von Jakob Leissing

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Bayern Radio 1

“Wander-Erinnerung an André Francois-Poncet im Kleinwalsertal”
von Georg Bayerle

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Neue Zürcher Zeitung | 04.09.2015

Ein Diplomat und Literat in Nazihaft. André François-Poncet war französischer Botschafter in Hitlerdeutschland und in Mussolinis Italien. Aus der Zeit seiner Internierung durch die Nazis stammt ein lesenswertes Tagebuch.”
von Matthias Henning
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ekz Publikation 2015/33 | ID bzw. IN 2015/33

„Der Autor gehört sicherlich zu den bemerkenswerten und erinnerungswürdigen Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts. (…)(…) ein elegant geschriebener Lektürespiegel, (…). Das intellektuelle Zeugnis eines scharfsinnigen Diplomaten (…)”
von Harald Pilzer

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Buchreport Express Nr. 36 | 03.09.2015

Süddeutsche Zeitung | Politik | 31.08.2015

 

“Ein Diplomat im Angesicht des Todes. In Nazi-Geiselhaft führt Frankreichs Ex-Botschafter André François-Poncet ein Tagebuch. Wie ein Romancier beschreibt der Diplomat den Alltag dort – und die Vorzüge deutscher Syntax.”
Rezension von Ulrich Wickert

“Diese Erinnerungen eines Gefangenen lesen sich wie ein französischer Gesellschaftsroman aus dem 19. Jahrhundert. Nicht Zola, auch nicht Flaubert, nein, eher Balzac. Ein herausragender Autor führt zu einer ungeheuerlichen Zeit knapp zwei Jahre lang Tagebuch.”

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Tagesspiegel | 22.07.2015

 “(…) dies ist kein Buch für eine schnelllebige Zeit…”
von Gerd Appelzeller

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St. Gallener Tagblatt | Focus | 16.07.2015

Das Buch “beschreibt die Schlussphase des Zweiten Weltkriegsaus der Optik eines hellsichtigen Gefangenen – der nach dem Krieg zu einem Protagonisten der deutsch-französischen Freundschaft wird. ”  mehr
von Rolf App

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sonnenseite.com | 18.06.2015

“Tagebuch eines Gefangenen: Erinnerungen eines Jahrhundertzeugen. Ein Diplomatenleben, teils im Gefängnis. Zu dem Gefangenen-Tagebuch von Andre Francois-Poncet.”
Von Rupert Neudeck

“Das ist ein ungeheures Buch. Es zeigt einen politischen Gefangenen von Adolf Hitler und dem NS-System, der besser behandelt wurde als jeder, der eigentlich eine Art Ehrengast unter gewisser Einschränkung der Bewegungsfreiheit war.” mehr

 

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Bücherschau | 16.06.2015

“Es gibt nicht allzu viele Bücher, die Jahrzehnte nach ihrer Erstveröffentlichung wieder herausgegeben werden. Das vorliegende Werk ist 1952 erschienen, und sein Verfasser zählt zu den interessantesten Persönlichkeiten Frankreichs im 20. Jahrhundert.”
von Robert Schediwy

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Raiffeisenholding Österreich | 08.05.2015

ORF Heute | 07.05.2015

Beitrag zum Buch

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vorarlberg.orf.at | 07.05.2015

Ein Beitrag von Magda Rädler, Götz Wagner und Robert Rossian

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Salzburger Nachrichten | 05.05.2015

“Gefangen im Luxus. Was für ein Kerker! Im Nobelhotel umzingelt von Bergen und bewacht von SS-Männern erwarten Prominente den Tod oder ein Wunder.”
von Hedwig Kainberger

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3 Sat | Stunde Null - Geschichten | 05.05.2015

Reihe: “Stunde Null”-Geschichten (3/5)  I  Diplomatie für ein neues Europa

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Veranstaltungen

Buchpräsentation im Institut Français Berlin: André François-Poncet “T... | 30.10.2015 20:00
Institut Français Berlin | Berlin
Buchpräsentation: André François-Poncet “Tagebuch eines Gefangenen̶... | 28.10.2015 19:30
Seidlvilla Verein e.V. | München
Lesung: André François-Poncet “Tagebuch eines Gefangenen. Erinnerungen e... | 06.05.2015 17:00
Hotel Ifen | Hirschegg

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