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Auch wir sind Russland

Das Zeugnis der mehrfach für den Friedensnobelpreis nominierten Menschenrechtlerin

24,99 €
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432 Seiten inkl. 16 Seiten Farbteil, gebunden mit Schutzumschlag 13,7 × 21,7 cm

Art.-Nr.: 978-3-95890-005-9, WG 1948 Kategorien: , auch als ebook erhältlich
Preis: 24,99 € (D) / 25,70 € (A)
Autor: Swetlana Gannuschkina mit Alexandra Cavelius
Verlag: Europa Verlag

Swetlana Gannuschkina wird der “Alternative Nobelpreis”, der Right Livelihood Award, verliehen. Hier mehr.

Seit 1988 kämpft die Moskauer Mathematikdozentin Swetlana Gannuschkina, 73, für Flüchtlinge und Vertriebene in Russland. Die russische Menschenrechtlerin, Trägerin des Stieg-Larsson-Preises, des Menschenrechtspreises von Amnesty International und mehrfach vorgeschlagen für den Friedensnobelpreis, hat sich durch die aktuellen Entwicklungen in ihrer Heimat niemals einschüchtern lassen. In ihrem Buch erzählt die enge Freundin der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja über ihren Kampf gegen Unrecht und Unterdrückung sowie ihr Engagement für die Menschen in Russland.

 

Auch wir sind Russland ist zugleich Biografie und Deutung der aktuellen Situation eines Landes im Zerfall. Swetlana Gannuschkina analysiert mit großem Erfahrungsschatz ein korruptes Rechtssystem, prangert die Annexion der Krim genauso an wie Methoden der Regierung, den Terrorismus im Land mit Terror zu bekämpfen. Eindringlich schildert sie ihre Arbeit für Flüchtlinge und Vertriebene, aber auch den Verlust ihrer ermordeten Freundinnen, Anna Politkowskaja und Natalja Estemirowa. Sie zeigt ein Land, in dem Unschuldige im Strafvollzug gefoltert werden und die Fremdenfeindlichkeit bedrohlich wachst. Ein Land, das sie für seine Kultur und seine Menschen liebt. Ihr Buch weist alle »Putin-Versteher« im Westen zurecht und stellt uns vor die aufrüttelnde Frage, wie wir mit unserem großen Nachbarn in Zukunft weiter zusammenleben können.

 

»Ohne Pathos, ohne große Worte. Und furchtlos: So agiert jemand, für den Menschenrecht ein Naturgesetz ist.«  Ina Ruck, ARD-Korrespondentin in Moskau

»Wir brauchen solche Menschen wie Gannuschkina in diesen dunklen Zeiten«

Aus der Laudatio zur Verleihung des Schwarzkopf-Europa-Preises 2014

• Das Zeugnis der mehrfach für den Friedensnobelpreis nominierten Menschenrechtlerin

• Trägerin des Stieg-Larsson-Preises

• Newsweek nannte Swetlana Gannuschkina eine der mutigsten Frauen der Welt

 


Interview mit der Autorin:

Wie ist es, Menschenrechtlerin in einem Land zu sein, wo die schärfsten Kritiker ermordet oder zum Schweigen gebracht werden?

2006 tauchte Ihr Name mit Foto und Anschrift auf einer Todesliste von Nationalisten im Internet auf, verbunden mit einem Mordaufruf. Wie gehen Sie mit dem Gefühl der ständigen Bedrohung um?

Swetlana Gannuschkina: Als Mathematikerin nehme ich das als einen Teil der Realität zur Kenntnis, mehr nicht. Aber sicher ist es ein merkwürdiger Gedanke, dass man jederzeit irgendwo erschossen werden kann.

In Ihrer Arbeit sichten Sie Fotos Inhaftierter mit durchnagelten Füßen, Sie prüfen Geschichten von brutal vergewaltigten tschetschenischen Mädchen, erleben, wie Unschuldigen gefälschte Beweise untergeschoben werden. Woher nehmen Sie Ihre Kraft?

Swetlana Gannuschkina: Die Regierung verpasst mir mit ihrem Verhalten die nötige Dosis Adrenalin dazu. Solange es Menschen gibt, die Hilfe brauchen, muss man ihnen helfen.


Swetlana Gannuschkina zum Literaturnobelpreis für Swetlana Alexandrowna Alexiewitsch

Ich freue mich sehr für Swetlana Alexandrowna Alexiewitsch.
Ich freue mich, weil sie den Nobelpreis für Literatur erhalten hat und ich freue mich, weil sie nun schon drei Jahre wieder in ihrer Heimat, in Belarus, leben kann.

Swetlana Alexiewitsch hat ihre eigene für sie so charakteristische Literatur geschaffen, in der sich zwei wichtige Elemente, das Dokumentarische und das Künstlerische auf einem sehr hohen Niveau gleichzeitig finden. Alle ihre Bücher gehen auf die wichtigsten Ereignisse ein und beleuchten gleichzeitig Aspekte des menschlichen Lebens, die fast schon intim sind.

Wir haben uns einmal getroffen. Das war 2002 – oder auch schon 2003. Damals lebte Swetlana Alexandrowna nicht in Belarus. Sie war in Europa und auch in Russland. Irgendwer, ich weiß nicht mehr, wer es war, sagte mir am Telefon, Swetlana Alexiewitsch sei in Moskau und arbeite an einer Sammlung von Liebesgeschichten, und zwar nicht einfacher Liebesgeschichten, so im Stil eines modernen „Romeo und Julia”. Und sie hatte über diesen Bekannten wissen wollen, ob ich nicht derartige Geschichten von Flüchtlingen hätte. Natürlich hatte ich.

Ich suchte sie in Moskau auf und hatte einen ganzen Abend lang eine sehr aufmerksame und dankbare Zuhörerin. Zwei Geschichten hatten sie besonders interessiert. Und diese Geschichten wollte sie gerne von den Frauen persönlich hören und sie nach deren Erzählungen aufschreiben.

Ich habe die beiden Frauen angesprochen und die mussten erst lange überlegen. Doch ich konnte sie überzeugen. Sie sprachen mit Swetlana Alexandrowna und sie kehrten sehr erfreut von diesem Gespräch zurück.

Dieses Buch, sie wollte ihm den Titel: „Der wunderbare Hirsch der ewigen Jagd” geben, ist meines Wissens noch nicht fertiggestellt. Ob unsere Liebesgeschichten dort auch wiedererzählt werden? Warten wir es ab. Ich glaube, heute gibt es nichts wichtigeres als über die Liebe zu reden.

(Übersetzt von Bernhard Clasen)

 За Светлану Александровну Алексиевич я очень рада. Радо тому, что она получила Нобелевскую премию по литературе и еще больше то, что она снова уже третий год может жить на родине в Белоруссии.Светлана Алексиевич создала свой собственный вид литературы документальной и высокохудожественный одновременно. Все ее книги касаются самых важных событий и почти интимных сторон жизни.Мы встречались только однажды. Это было году в 2002-м или 2003-м. Светлана Александровна жила тогда где-то в Европе, за пределами Белоруссии и России. Мне позвонили, не помню уже кто, и сказали, что Светлана Алексиевич в Москве и собирает истории о непростой любви, вроде «Ромео и Джульетты» в наше время. Так вот: не знаю ли я таких историй из жизни беженцев. Конечно, я была рада встретиться с писателем, которого интересую беженские сюжеты. И, конечно, таких историй у меня было немало.Я пришла в дом, где она остановилась и на целый вечер получила благодарного слушателя. Две истории заинтересовали Светлану Александровну, и писать их она хотела со слов героев.Героини согласились не сразу, но мне удалось их уговорить. Потом обе молодые женщины рассказывали мне, что встреча со Светланой Александровной доставила им большую радость.Эта книга «Чудный олень вечной охоты», мне кажется, еще не дописана до конца. Войдут ли наши истории в нее? Будем ждать? Потому что говорить о любви сегодня, может быть, самое важное..

Pressestimmen

Heinrich Böll Stiftung | 27.10.2016

Interview mit Swetlana Gannuschkina von Andreas Maisch für die Heinrich Böll Stiftung:

“‘Entscheidend ist, dass man nonstop etwas unternimmt – und manchmal klappt es.'”

Den kompletten Beitrag können Sie hier nachlesen.

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Frankfurter Rundschau | 19.10.2016

Interview mit Swetlana Gannuschkina von Tobias Peter für die Frankfurter Rundschau:

“Aggression und Apathie”

Eine Vorschau des Interviews können Sie hier lesen.

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Der Freitag | 20.10.2016

Interview mit Swetlana Gannuschkina von Jan Pfaff in der Freitag, S. 23:

‘Ich bin nicht mutig,ich habe nur keine Angst’
Swetlana Gannuschkina ging schon in der Sowjetunion den Mächtigen auf die Nerven. Die Gewohnheit hat sie beibehalten”

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Mitteldeutsche Zeitung | 17.10.2016

Swetlana Gannuschkina im Gespräch mit Tobias Peter für Mitteldeutsche Zeitung

‘MZ-Gespräch Swetlana Gannuschkina über Putins Propaganda zur Flüchtlingspolitik’

Apathie und Aggression, das seien die prägenden Merkmale des gesellschaftlichen Lebens im Russland Wladimir Putins, sagt Swetlana Gannuschkina. Die 74-Jährige setzt sich seit Jahrzehnten für Flüchtlinge in ihrem Land ein und wurde dafür in diesem Jahr mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet (siehe Infokasten „Preis“). Im Interview mit Tobias Peter spricht sie über die Verhältnisse in Russland, die Propaganda Wladimir Putins und Angela Merkels Flüchtlingspolitik

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Deutschlandfunk | 13.10.2016

Swetlana Gannuschkina im Gespräch mit Sabine Adler im Deutschlandfunk

Russische Menschenrechtlerin

“Das mit der Ukraine ist eine einzige Schande”

Swetlana Gannuschkina ist diesjährige Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises. Im DLF sprach die russische Menschenrechtlerin über Russlands Außenpolitik, die Probleme russischer NGOs – und erklärt, warum Angela Merkel den Friedensnobelpreis erhalten sollte.

Das komplette Interview können Sie hier nachlesen.

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Kleine Zeitung | 02.10.2016

Beitrag über Swetlana Gannuschkina und ihr Buch von Nina Koren in der Kleinen Zeitung, S.9:

“Eine mutige Stimme des anderen Russland”

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Russia beyond the headlines | 14.07.2016

Interview mit Swetlana Gannuschkina zur russischen Integrationspolitik sowie ihrem Buch “Auch wir sind Russland”

“Swetlana Gannuschkina: ‘Russland hat keine einheitliche Migrationspolitik'”
von Jekaterina Tschulkowskaja

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spiegel.de | Ausland | 22.06.2016

“Neue Fluchtbewegung: Darum kommen so viele Tschetschenen nach Deutschland”
von Benjamin Bidder und Anna Reimann, Moskau und Berlin

“Die russische Aktivistin Swetlana Gannuschkina schreibt seit Jahren Berichte über die Menschenrechtslage in Tschetschenien. Inzwischen herrsche dort ‘eine Atmosphäre vollkommener Angst’. Gannuschkina berichtet von Müttern, die sich davor fürchten, ihre Töchter auf die Straße zu lassen – weil sie Angst haben vor Heiratsavancen von Kadyrows Männern, die sie nicht ablehnen können. Kadyrow habe mit dem Segen Putins ein neofeudales System errichtet. Wer ihn kritisiere, werde ‘sofort zum Volksfeind erklärt’.”

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Wienerzeitung.at | Kultur | Sachbuch | 04.02.2016

‘Wider die Fixierung’
von Veronika Eschbacher
Zitat: “erfrischend anders”
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flux.fm | 11.01.2016

Br B5 aktuell | 13.12.2015

Swetlana Gannuschkina ‘Auch wir sind Russland’
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WDR5 I Osteuropamagazin | 13.12.2015

Porträt – Menschenrechtlerin Gannuschkina ‘Auch wir sind Russland’
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3sat Kulturzeit | 11.12.2015

Swetlana Gannuschkina im Gespräch

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Der Tagesspiegel | 11.12.2015

“Von Anbiederung bis Abrechnung”
von Claudia von Salzen

Quelle: Der Tagesspiegel
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FAZ | Nr. 286 | 09.12.2015

“Stimme des anderen Russlands”
Quelle: Frankfurter Allgemeine
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Der Tagesspiegel | Nr. 22 606 | 09.12.2015

“Der Mann und seine Macht”
von Claudia von Salzen
Quelle: Der Tagesspiegel
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Deutschlandfunk | 09.12.2015

“Die russische Zivilgesellschaft wird vernichtet”
von Sabine Adler
Klicken Sie hier um die Sendung anzuhören (www.podcast.de)
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