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André François-Poncet

Diese Erinnerungen eines Gefangenen lesen sich wie ein französischer Gesellschaftsroman aus dem 19. Jahrhundert. Nicht Zola, auch nicht Flaubert, nein, eher Balzac. Ein herausragender Autor führt zu einer ungeheuerlichen Zeit knapp zwei Jahre lang Tagebuch

Ulrich Wickert | Süddeutsche Zeitung

André François-Poncet (1887–1978) zählte zu Europas herausragendsten und einflussreichsten Diplomatenpersönlichkeiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: ob als französischer Botschafter in Berlin 1931–1938, in Rom 1938–1940 oder nach dem 2. Weltkrieg als französischer Hoher Kommissar der Alliierten und erster Botschafter seines Landes in der Bundesrepublik Deutschland, begleitete er wie kein Zweiter während eines Vierteljahrhunderts die Geschicke Deutschlands und maßgeblich die französisch-deutsche Annäherung nach 1945. Seit früher Jugend ist er ein »homme de lettres« – seine Bücher über die Zeit als Botschafter in Berlin und Rom gelten als bedeutende Dokumente voll erzählerischer Kraft und dienen Historikern bis heute als wichtige Quelle.

© Lisa Larsen/The LIFE Picture Collection/Getty Images

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